Blackout - Was tun wenn der Strom länger weg ist?
Hier erfährst du, wie du dich auf einen längeren Stromausfall vorbereiten kannst, was du im Ernstfall tun solltest und welche Anlaufstellen es in Erlangen gibt.
Was ist ein Blackout?
Ein Blackout ist ein großflächiger, meist unerwarteter und länger andauernder Stromausfall, der ganze Regionen oder sogar mehrere Länder betrifft und sehr viele Menschen gleichzeitig trifft. Im Gegensatz zu einem „normalen“ Stromausfall ist dabei nicht nur ein einzelnes Haus oder Viertel betroffen, sondern ein großer Teil des Stromnetzes bricht zusammen und wichtige Infrastrukturen wie Verkehr, Kommunikation, Versorgung und Teile der medizinischen Dienste sind erheblich eingeschränkt.
Häufig wird von einem Blackout gesprochen, wenn der Ausfall über viele Stunden bis hin zu mehreren Tagen anhält und dadurch Alltag, Wirtschaft und öffentliche Sicherheit deutlich beeinträchtigt werden. Ursachen können technische Störungen, Überlastung des Netzes, Extremwetter, menschliches Versagen oder auch Cyberangriffe sein.
Was für Folgen hat ein Blackout für mich Zuhause?
Ein mehrtägiger Blackout hat für Haushalte vor allem diese Folgen:
- Lebensmittel im Kühl- und Gefrierschrank verderben, Kochen, Heizen und Warmwasser fallen oft aus.
- Wasser und Abwasser können gestört sein, Hygiene und Toilettennutzung werden schwierig.
- Telefon, Internet und Mobilfunk brechen weitgehend weg, Informationen gibt es dann nur noch z. B. über ein Batterieradio.
- Verkehr, Tankstellen, Aufzüge und Teile des ÖPNV funktionieren kaum, Wege zu Ärzten oder zur Versorgung werden deutlich erschwert.
- Besonders hart trifft es Menschen mit elektrischen Hilfs- oder Medizingeräten und andere verletzliche Personen im Haushalt.

So hilft dir Vorbereitung in Krisensituationen
- Du weißt, was zu tun ist, und kannst dadurch ruhiger bleiben.
- Du kannst dich und andere versorgen, bis Hilfe eintrifft.
- Du entlastest Rettungskräfte. Die können dann Menschen unterstützen, die sich nicht selbst helfen können.
Wie kann ich mich vorbereiten?
Essen und Trinken bevorraten
Lege einen Vorrat für mindestens 3 Tage an (ideal 10 Tage), der ohne Strom, Kühlschrank oder Kochen nutzbar ist.
Wasser: 2 Liter pro Person und Tag (z. B. 60 Liter für 3 Personen über 10 Tage). In Flaschen oder Kanistern lagern, da Leitungswasser ausfallen kann. Denkt auch an Wasser zum Händewaschen oder zur allgemeinen Körperhygiene.
Lebensmittel: Nahrhafte, lange haltbare Produkte wie Konserven (Gemüse, Fisch, Fertiggerichte), Knäckebrot, Nudeln, Reis, H-Milch, Nüsse, Energieriegel, Honig. Wichtig: Kauft euch keine Lebensmittel, die ihr so auch nicht essen würden. Denn hin und wieder solltet ihr eure Vorräte austauschen und dann wäre es schade, wenn Ihr alles wegwerfen müsst.
Tipps: Kalorienreich (ca. 2.200 kcal/Tag/Person), abwechslungsreich wählen. Regelmäßig rotieren um immer haltbare Lebensmittel zu haben. (verbrauchen und nachkaufen). Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat hierzu einen Vorratskalkulator entwickelt, mit dem Ihr den Bedarf genau ermitteln könnt.
Link zum Vorratskalkulator des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Medikamente
Wichtige Medikamente, einfache Hausapotheke und Hygieneartikel (z. B. Seife, Toilettenpapier, Müllbeutel) solltet Ihr immer auf Vorrat halten.
Nutzt gerne den Link zur Unterseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Hier wird alles zum Thema "Hausapotheke" nochmal genau erklärt.
Link zum Artikel des BBK "Im Notfall schnell einsatzbereit: Die Hausapotheke"
Licht, Energie und Heizung
Taschenlampen hat vermutlich jeder Zuhause. Hier wäre wichtig, dass ihr für alle im Haushalt, plus Ersatzbatterien oder über aufladbare Lampen verfügt. Kerzen solltet ihr nur sehr vorsichtig und standsicher verwenden. Hier gibt es spezielle Kerzen, die eine sehr lange Brenndauer haben.
Wichtig wäre auch ein batteriebetriebenes oder durch eine Kurbel aufladbares Radio, um behördliche Informationen und Warnungen zu empfangen. Powerbanks für Handy & Co. solltet ihr zudem regelmäßig geladen halten.
Da neben dem Licht auch die Heizungen nicht mehr funktionieren, sind warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke absolut notwendig um ohne elektrische Heizung warm zu bleiben.
Wenn vorhanden: sicherer Camping- oder Gaskocher (nach Herstellerangaben benutzen), dabei solltet ihr aber die Brand- und CO-Gefahr beachten (nie in engen, unbelüfteten Räumen), denn das bei der Verbrennung entstehendes Gas Kohlenstoffmonoxid (CO) könnt ihr nicht riechen, schmecken, sehen, weshalb es so gefährlich ist.
Anlaufstellen in deiner Umgebung
Für einen länger andauernden, großflächigen Stromausfall hat die Stadt Erlangen vorgesorgt: Im Stadtgebiet gibt es 19 sogenannte Leuchttürme.
An diesen notstromversorgten Anlaufstellen kannst du Informationen erhalten oder Notrufe absetzen. Eine umfassende Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger ist dort jedoch nicht möglich.
Eine digitale Karte mit allen Standorten findest du unter www.erlangen.de/stromausfall.
Anlaufstelle Gerätehaus FF Alterlangen
Hier erhältst du verlässliche Informationen zur aktuellen Lage, zu behördlichen Maßnahmen sowie zu wichtigen Verhaltenshinweisen. Außerdem kannst du Notrufe absetzen, wenn Telefon oder Mobilfunk nicht mehr funktionieren.

Die Anlaufstelle bietet Hilfe in dringenden Notfällen. Dazu zählen insbesondere:
- Ersthilfe bei Verletzungen
- Unterstützung für Schwangere, ältere Menschen oder Personen mit besonderen gesundheitlichen Einschränkungen
- Weiterleitung medizinischer Notfälle an den Rettungsdienst
Bitte beachte:
Die Anlaufstelle ist keine Notunterkunft und kann keine dauerhafte Versorgung mit Strom, Wasser, Lebensmitteln oder Medikamenten sicherstellen. Auch eine längerfristige Betreuung oder Unterbringung ist hier nicht möglich.
So solltest du dich im Blackoutfall verhalten
- Bleib möglichst ruhig und informiere dich über offizielle Stellen.
- Komm nur bei dringendem Bedarf zur Anlaufstelle, damit Einsatzkräfte für Notfälle verfügbar bleiben.
- Leiste Nachbarschaftshilfe, wenn möglich, und achte besonders auf hilfsbedürftige Personen in deinem Umfeld.
- Halte wichtige Medikamente, Dokumente und Notfallausrüstung griffbereit.
Die Anlaufstelle der FF Alterlangen dient dazu, dir in Ausnahmesituationen schnell und gezielt zu helfen und eine Verbindung zu den Einsatzkräften aufrechtzuerhalten.

Downloadbereich
Lades euch hier den BBK Flyer zum Vorsorgen für Krisen und Katastrophen herunter.
FAQ Bereich - Themenbereich Blackout
Ein Blackout ist ein länger andauernder, großflächiger Stromausfall, der mehrere Stunden oder Tage dauern kann und auch Telefon, Internet, Verkehr und teilweise die Wasserversorgung beeinträchtigt.
Wenn nicht nur deine Wohnung, sondern auch die Nachbarschaft oder der ganze Stadtteil ohne Strom ist und der Ausfall nicht schnell behoben wird, handelt es sich wahrscheinlich um einen Blackout.
Die Anlaufstelle ist ein notstromversorgter Ort der Freiwilligen Feuerwehr Alterlangen, der im Blackoutfall als Ansprechpartner für die Bevölkerung dient.
Bei einem länger andauernden Stromausfall, insbesondere dann, wenn Telefon- oder Mobilfunknetze nicht mehr funktionieren oder du dringend Hilfe benötigst.
An der Anlaufstelle kannst du:
- Informationen zur aktuellen Lage erhalten
- Notrufe absetzen
- Hilfe bei akuten Notfällen bekommen
- Unterstützung für Verletzte, Schwangere, ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Personen erhalten
- Verletzte Personen
- Schwangere
- Menschen mit akuten gesundheitlichen Problemen
- Personen, die dringend Hilfe benötigen und keine andere Kontaktmöglichkeit haben
Die Anlaufstelle ist:
- keine Notunterkunft
- keine Versorgungsstelle für Strom, Wasser, Lebensmittel oder Medikamente
-
keine medizinische Behandlungseinrichtung über Erste Hilfe hinaus
- Ruhe bewahren
- Prüfen, ob der Stromausfall großflächig ist
- Informationen über offizielle Stellen, Radio oder Anlaufstellen einholen
- Nachbarn unterstützen, besonders hilfsbedürftige Personen
- Die Anlaufstelle nur bei dringendem Bedarf aufsuchen
Bei einem Blackout informieren Behörden und Einsatzkräfte unter anderem über Radio, Lautsprecherdurchsagen oder über die Anlaufstellen in den Stadtteilen.
Bitte nur bei dringendem Bedarf. So bleiben die Einsatzkräfte für echte Notfälle verfügbar.
- Vorräte an Wasser, Lebensmitteln und Batterien bereithalten
- Bargeld im Haus haben
- Ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio nutzen
- Nachbarschaftshilfe organisieren
